28. Januar 2010
Die Ereignisse in den nächsten Tagen werden sich überschlagen. Morgen kommen Oma und Opa, die Eltern vom Herrchen, am Samstag hat das Frauchen Geburtstag ( ich sage Euch aber nicht, wie alt es wird :-)) und am Sonntag fahre ich nach Mecklenburg Vorpommern in das Schlosshotel Teschow.
Das wir sicher sehr stressig! Keine ruhigen Stunden auf dem Sofa, keine entspannten Nachmittage im Land der Träume, keine wohligen Seufzer im Bettchen von Herrchen und Frauchen.
Dafür eine lange Autofahrt ins Hotel. Ich hoffe, dass es dort wenigstens ein leckeres Frühstück und ein eigenes Bett für mich gibt, obwohl ich fürchte, dass ich wieder auf das Luftbett muss…schrecklich.
Ich werde Euch jedenfalls berichten, wie es mir ergangen ist!
Viele Grüße
Euer Henry
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26. Januar 2010
…und zwar immer dann, wenn ich meinen Astralkörper vor die Haustür bewegen muss. Erstaunlicherweise ist es nämlich vor dem Haus deutlich kälter als hinten. Aber der Reihe nach.
Stellt Euch bitte folgende Situation vor: Es ist, na, sagen wir mal, 19.40 Uhr. Vermutlich habe ich vom Abendessen wieder mal nur eine Winzigkeit abbekommen. Um meinen Hunger nicht überhand nehmen lassen, habe ich mich also aufs Sofa gesetzt, einige Minuten mit halb zugefallenen Augenlidern da gesessen und schließlich meine kleinen Vorderstampfer akkurat unter mir gefaltet, um augenblicklich in einen sehr, sehr tiefen Hundeschlaf zu sinken. Die wohlige Wärme des Kamins geniessend, sinniere ich über meinen Gartensommer, über die Hummeln, die träge über mich hinweg brummen, die kitzelnden Grashalme, die in mein Öhrchen pieksen und die langen Abende, an denen wir gemütlich draußen sitzen und ich die Fledermäuse anbellen kann.
Plötzlich durchdringt ein Ruf meine angenehme Stille. “Henryyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy????????!!!!!”
Komisch, ich hab da so Geräusche am Ohr. “Schätzelein, wir wollen eben Gassi machen!” Was?? Hm, seltsam, da scheint jemand zu sprechen. Aber gut, sicher nicht mit mir. “Nun komm doch.” Ist das gemütlich hier…..
Dann legt sich mein Halsband um mich, Frauchen greift stützend unter meinen Bauch und in halb-liegender Position sehe ich aus verschlafenen Augen Herrchen mit Schal und Handschuhen vor mir meine Leine schwenkend. Bevor ich ohnmächtig zusammensacke, hat man mich bereits vom Sofa heruntergehoben (gut, dass ich so leicht bin!) und mich an die Haustür verfrachtet, vor der ich entsetzt feststelle, dass wir immer noch Winter haben. Ihr kennt sicher “Und täglich grüßt das Murmeltier” - genauso geht es mir. Jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend das gleiche: Es ist kalt. Es weht ein eisiger Wind, und mein nur leicht behaartes Bäuchlein krampft sich augenblicklich zusammen.
Nein, ich möchte keinen Hundemantel tragen.
Es ist eine Zumutung, bei diesen sibirischen Temperaturen Gassi machen zu müssen. Mein Häufchen friert in Sekundenbruchteilen zu einer steinharten (allerdings seltsamerweise immer noch zart duftenden) Masse zusammen, von meinen Pfützchen will ich gar nicht reden.
Ich habe mal etwas von einem “Holo-Deck” gehört, das einfach eine andere Welt simuliert - wäre das nicht etwas für mich? Ein Holo-Deck in unserem Kriechkeller würde mich mindestens von Oktober bis April vor nassen, kalten und windigen Gassigängen verschonen. Welch grandiose Idee!!
Aber ich möchte noch kurz auf die Temperaturunterschiede vor uns hinter unserem Haus eingehen: Vorne ist es sehr kalt. Viel zu kalt für so einen kleinen Kerl wie mich.
Hinten jedoch kann man es dagegen gut aushalten, wenn man nach halbstündigen Gewinsel vor der Terrassentür endlich in den Garten gelassen wird. Komisch, ich merke hier gar keinen Wind und keine frostigen Temperaturen. Im Gegenteil: Das Amsel-verjagen geht mir spielend leicht von der Hand, der Buchsbaum knackt herrlich beim Anpüschern und ab und an finde ich sogar noch ein Stückchen Fett aus einem Meisenring. In Seelenruhe untersuche ich Schnee und Eis auf neue Düfte, mache meine Kontrollgänge entlang des Zaunes und beobachtet akribisch das An- und Abfliegen des Futterhauses, um im richtigen Moment (= Drosselartige) aus meiner Statuenhaltung zum Michael Schumacher der Hundewelt zu mutieren.
Rein ins warme Haus? Aber nicht doch. Erst wenn die als Gegenleistung für meine Gnade, wieder das Haus zu betreten, angebotene Leckerchenmenge einen ansehnlichen Haufen erreicht hat, verlasse ich meinen Garten. Aber wehe, da steht schon wieder jemand mit der Leine…
Zieht Euch warm an (vor allem Czöpke!! Das ist besser für den Rücken!),
Eurer Henry

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21. Januar 2010
Ich bin nicht der einzige Filmstar unter den englischen Bulldoggen…das war mir nun schon länger klar, aber gerade habe ich entdeckt, dass im neuesten Shrlock Holmes Film ebenfalls eine englische Bulldogge vertreten ist, die übrigens Gladstone heißt.
Warum hat mich niemand gefragt? Hätte ich nicht auch mein bezauberndes Köpfchen in die Kamera halten können? Hätte ich nicht auch fantastisch mit Robert Downey Jr. und Jude Law zusammen agieren können? Doch, hätte ich ganz bestimmt!
Dennoch möchte ich natürlich meinem Artgenossen zu seinem Auftritt gratulieren. So ein Film gewinnt ja immer, wenn eine Bulldogge dabei ist.
Ich jedenfalls werde mir “Sherlock Holmes” ansehen, wenn ich es irgendwie schaffe es mir auf den Kinosesseln bequem zu machen!
Cineastische Grüße von
Eurem Henry
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18. Januar 2010
Jetzt passiert es…überall tropft und klatscht es. Der Schnee taut und es gibt schon die eine oder andere Stelle im Garten, an der ich schon wieder grünen Rasen vermuten kann. Vorbei die Zeiten der kalten Pfötchen und unüberwindbaren Schneeberge…hoffe ich zumindest!
Endlich kann man wieder strullern gehen, ohne sich den kleinen Henry zu verkühlen. Kein Schnee mehr auf dem Kopf, wenn man unschuldig an Büschen schnüffelt…alles wieder vorbei.
Sobald ich zu Hause bin, werde ich den Garten in Augenschein nehmen und überall frische Duftmarken hinterlassen, die das Frauchen jetzt ja nicht mehr im Schnee sehen kann und mich somit auch nicht mehr überführen kann ihre Buchsbäume anzupinkeln…prima…es gibt viel zu tun…pachen wir es an!
Euer Henry
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14. Januar 2010
Ich habe jetzt einen eigenen Film….ENDLICH!
Hier ansehen: Henry Film
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14. Januar 2010

So langsam reicht es!!! Ich habe absolut nichts gegen weiße Flöckchen, die sich gar lieblich auf meinem Köpfchen niederlassen. Ich habe nichts gegen pudrigen Pulverschnee, der lustig wegstaubt, wenn ich hindurch galoppiere. Auch nichts gegen Schneehaufen, auf die ich klettern und dann hineinpullern kann (ich bin nämlich der größte, also zumindest versuche ich so, den Anschein zu erwecken). Generell ist also Schnee kein Problem, sondern bereitet mir, wie schon vor einiger Zeit berichtet, tiefempfundene Bulldoggenfreude.
Es war am letzten Sonntagmorgen, als ich jedoch empfindlich feststellen musste, dass “Daisy” keineswegs ein charmantes Bulldoggenmädchen ist, das mich bald besucht (man sprach ja immer von “Daisy kommt bald!”) sondern etwas, dass mir den Spaß an der weißen Pracht gründlich verdarbt: Mein Frauchen war aushäusig wegen einer Veranstaltung (ich hörte sie gegen Viertel vor 8 wegfahren und kuschelte mich noch einmal so herrlich in mein Körbchen), mein Herrchen hatte auch irgendwann das Haus verlassen, warm eingepackt, und ich dachte, ich könnte den ganzen Vormittag verschlafen (nein, ich muss nicht raus, NIEMALS!), doch dann hörte ich wieder dieses seltsame “Schrappschrapp”, das in den letzten Wochen einige Male an mein verschlafenes Ohr gedrungen ist.
Als er wieder hereinkam, ahnte ich böses und genau so kam es. Ich musste raus. Nun, nachdem ich noch ein wenig müde den Weg zur Straße heruntergetrottet war, wurde es plötzlich weiß um mich. Und kalt. Ich war in einer Schneewehe versunken. Das ist nicht lustig!!!!!
Beim Versuch, mein Pfützchen zu machen, musste ich feststellen, dass der Schnee höher war, als ich mein Beinchen heben konnte. Es ist sehr unangenehm, IN den Schnee, statt darauf zu pinkeln. Auch ein fröhlicher Galopp ist nun schwierig, da ich aufgrund meines, ähöm, etwas schwereren Körperbaus immer im Schnee versacke. Häufchen sind grundsätzlich nur dort möglich, wo der Schnee ein wenig verweht ist. Das ist sehr zu meinem Unmut nicht immer der höchste Punkt in meinem Revier.
Im Garten sind selbst Frauchens Buchsbaumhecken so zugeschneit, dass ein zielgenaues Püschern auf die Blätter kaum mehr möglich ist. Heruntergefallene Meisenknödel werden offenbar bereits im Laufe des Tages (und somit vor meinem abendlichen Rundgang) von irgendwelchen Vögeln verspeist (O-Ton Frauchen:”Die armen Vögelchen finden doch jetzt nichts mehr!”). Die armen Vögelchen, die armen Vögelchen. Ich finde auch nichts mehr. So sieht es aus.
Schnee, so hoch, wie ich gucken kann, nicht einmal etwas Essbares im Garten - wem macht das noch Spaß? Ich bevorzuge nun umso mehr einen gemütlichen Sofaplatz am Kamin. Da weiß man, was man hat. Und wenn es doch ausnahmsweise mal ein Leckerchen gibt, muss ich das zumindest mit keinem Buchfinken teilen!
Ich hab ein schweres Los. Beileidsbekundungen nehme ich gerne entgegen.
Euer Henry
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8. Januar 2010
Hier wie versprochen noch einige Fotos von meinem Jahreswechsel. Ich bekam einen Plüschelch. Es hatte einen Schwanz. Jetzt nicht mehr.
An Silvester haben wir alle lustige Papphüte getragen. Ich nicht lange.
Ich wünsche Euch ein frohes Wochenende mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Hundeschnee :o)



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8. Januar 2010
Ich bereite mich auf das angekündigte Schneechaos vor, indem ich ausgiebig schlafe.
Herrchen und Frauchen befürchten, dass wir am Wochenende eingeschneit werden und kaum noch vor die Tür können, was mir eigentlich keine großen Sorgen macht :-).
Ich frage mich nur, ob sie genug Hundefutter und Leckerlis eingekauft haben. Ich wage auch zu bezweifeln, dass genug Leberwurst und Käse im Haus ist. Von Vorratshaltung dieser wichtigen Grundlebensmittel haben Herrchen und Frauchen nämlich keine Ahnung.
Sollten wir komplett von der Aussenwelt abgeschnitten werden, hoffe ich nur, dass mein Sofa ausschließlich mir zur Verfügung steht und dass das Kaminöfchen immer reichlich Holz zum Heizen hat.
Ich wünsche Euch allen ein tolles und verschneites Wochenende.
Euer Henry
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6. Januar 2010
Ich habe den Jahreswechsel nun also überstanden und bin heil im Jahr 2010 angekommen.
Die Knallerei und die Sache mit den ganzen Raketen stören mich zwar, aber Frauchen und Herrchen haben ja, wie immer, ruhig zu Hause gesessen und daher habe ich vom ganzen Trubel kaum etwas bemerkt.
Außerdem war auch noch die Johanna da und so hatte ich einen sehr ruhigen Jahreswechsel.
Ich habe mir nun auch einige gute Vorsätze für das jahr 2010 zurechtgelegt:
Ich möchte mehr Käse und Leberwurst essen.
Ich möchte mehr schlafen.
Ich möchte weniger Spaziergänge machen.
Ich möchte auch mal Nachts auf em Sofa schlafen.
Ich werde jedenfalls Alles daran setzen um diese Ziele auch konsequent umzusetzen. DRückt mir die Daumen. Einige Vorsätze werden sicher nicht einfach durchzusetzen sein.
Euch allen auch viel Glück mit denm Vorsätzen.
Euer Henry
Kategorie 2010, Jahreswechsel, gute Vorsätze | 2 Kommentare »
1. Januar 2010
Kinder, Kinder, hört mir bloß auf mit Feiertagen. Ich bin extrem gestresst und muss mich nun erst einmal ausruhen. Ab Montag gibt’s an dieser Stelle wieder regelmäßig das neueste aus meinem kleinen Leben inklusive der aktuellen Fotos von mir mit meinen Geschenken und Silvesterpartyhut…Bis dahin wünsch ich Euch ein genauso bequemes Sofa, wie ich es gerade unter meinem zarten Körper spüre..
In diesem Sinne alles gute für Mensch und Tier für 2010,
Euer Henry
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